Heimvolkshochschule
GOTTFRIED KÖNZGEN

"Wasser ist Leben"

Kunstausstellung vom 21. Januar bis 23 Februar 2016

Die ca. 40 Werke der Künstlerinnen Mechthild Hartmann-Schäfers und Anne Bölling-Ahrens lassen sich als Statement gegen den Aufkauf von Wasserquellen durch große Konzerne und die Verharmlosung des Müllproblems in einer Wegwerfgesellschaft verstehen. Die Ausstellung ist Teil eines gleichnamigen Projektes der KAB-Stiftung Zukunft der Arbeit und der sozialen Sicherung „ZASS".

Vernissage: 21.01.16, 19:00 Uhr
Diskussionsabend: 29.01.16, 19:00 Uhr

Öffentliche Veranstaltungen, zu denen wir Sie an dieser Stelle herzlich einladen möchten:
Details zum geplanten Programmablauf entnehmen Sie bitte dem Flyer zur Ausstellung: (Flyer kann hier hochgeladen werden.) 

21. Januar 2016 ab 19.00 Uhr
Ausstellungseröffnung (Vernissage) in Anwesenheit von Mechthild Hartmann-Schäfers (eine der beteiligten Künstlerinnen und Projektleiterin bei der KAB-Stiftung Zukunft der Arbeit und der sozialen Sicherung „ZASS"

29. Januar 2016 ab 19.00 Uhr
Diskussion über den Dokumentarfilm „Bottled Life – Das Geschäft mit dem Wasser“ und die aktuelle Ausstellung
Teilnehmer u.a.: Dr. Renate Sommer MdEP, Hiltrud Schlierkamp (Stellvertretende BĂĽrgermeisterin der Stadt Haltern am See), Magnus Meckelburg, Betriebsleiter des Wasserwerks Haltern der Gelsenwasser AG

Die aktuelle Ausstellung im Könzgenhaus wurde von der KAB-Stiftung ZASS entliehen. Bei der Stiftung „Zukunft der Arbeit und der sozialen Sicherung“ konzipiert und leitet Mechthild Hartmann-Schäfers, eine der beiden Künstlerinnen, von Hause aus Diplom-Pädagogin, Bildungs- und Kulturprojekte.
Nach mehrjähriger Auseinandersetzung der befreundeten Künstlerinnen Mechthild Hartmann-Schäfers und Anne Bölling-Ahrens (Kunstlehrerin und Bildhauerin) mit den ökologischen Aspekten des Plastikmülls entfalteten sie nun das Thema hin zu „Wasser als Lebensgrundlage aller Menschen". Mit der erstmaligen Präsentation der Ausstellung in der KAB-Verbandszentrale in Köln im August 2015 lief ihr Projekt „Wasser ist Leben“ mit verschiedenen Veranstaltungen zur Wasserfrage an.

Weitere Infos auf: www.stiftung-zass.de

Laut Aussage von Mechthild Hartmann-Schäfers wird „Wasser“ von den Betrachtern erfahrungs­gemäß als „schön“ empfunden. Tatsächlich findet sich in der Reihe der Exponate auch ein idyllisch anmutender Holzpuzzledruck mit Südsee-Motiv. Allerdings wirken die anderen überwiegend krassen Darstellungen des Elements deswegen noch beunruhigender. Da entspricht Wasser nicht länger dem Ideal vom unberührten Quell allen Lebens, weil es heute traurige Realität ist, dass es abgefüllt und zur verkäuflichen Ware gemacht wird. Vor diese Hintergrund sind beispielsweise eine Skulptur eines von Durst gezeichneten Kopfes, zwei Holzdrucke zum Schrumpfen des Aralsees oder eine Assem­blage eines skelettösen – von Plastikverschlüssen überlagerten – Fisches, zu sehen.

Zudem ist beim letztgenannten Exponat der Bezug zu dem bekannten Vorbild aus der asiatischen Malerei besonders reizvoll: Beide Künstlerinnen haben das Original von ca. 1830 „Die große Welle von Kanagawa“ des Meisters Hokusai jeweils auf ihre Weise neu interpretiert.

Hier die Interpretation von Anne Bölling-Ahrens:

(Hokusais GroĂźe Welle heute, Assemblage, 2015)

Hier die Interpretation von Mechthild Hartmann-Schäfers:

 

(„Die große Plastikwelle“, Assemblage aL, 2014)

Auch im Bereich der Forschung befasst man sich zurzeit intensiv mit den Konsequenzen des Plastikmülls im Meer. Hierzu fanden wir während des Aufbaus unserer aktuellen Ausstellung einen passenden Zeitungsartikel in den Westfälischen Nachrichten (vom 12.01.2016)

Beim laufenden Modellprojekt „unplastic Billerbeck“ konnten u.a. auch Vertreter der kommunalen Wirtschaft für das Ziel gewonnen werden, innerhalb eines Jahres Billerbeck zur ersten Stadt Westfalens ohne Plastiktüte zu machen .

Als katholischer Sozialverband erinnert die KAB die Gesellschaft, dass der Mensch und nicht die Wirtschaft im Mittelpunkt der politischen Entscheidungen zu stehen hat. Daher bieten wir einen Diskussionsabend mit Vertreter/-innen aus dem politischen, wirtschaftlichen, kirchlichen und gesellschaftlichen Bereich an. Dieser findet am Freitag, den 29. Januar 2016 ab 19.00 Uhr im Könzgenhaus statt. Mit Hilfe des Dokumentarfilms „Bottled Life – das Geschäft mit dem Wasser“ sollen die Teilnehmer/-innen miteinander über Handlungsalternativen ins Gespräch kommen und Lösungsansätze formulieren.

Der Film beleuchtet die skrupellose, profitgierige Vorgehensweise des Schweizer Konzerns Nestlé. Der Konzern ist Marktführer für abgefülltes Trinkwasser. Dieser verschafft sich immer neue Schöpfrechte in Quellgebieten, pumpt massiv Wasser aus der Tiefe ab, verkauft das abgefüllte Wasser an jene, die es sich leisten können und lässt die örtliche Bevölkerung im Endeffekt mit gesunkenen Grundwasserspiegeln zurück. In der Not müssen die ärmeren Menschen dann das dreckige Oberflächenwasser als Trinkwasser nutzen.

Neben dem Nutzen als Trinkwasser kommt die industrielle Bedeutung der wertvollen Ressource hinzu. Beispielsweise benötigt man ca. 400.000 Liter „virtuelles“ Wasser zur Produktion eines Autos!

Für den Geschäftsführer der HVHS G. Könzgen, Norbert Jansen, ist die Bildungsstätte ein Ort der Kommunikation. Dank einer Wechselausstellung können sich willkommene zusätzliche Gesprächsanlässe ergeben. Außerdem nimmt die Ausstellung auch den Faden der Initiative „ÖKOPROFIT“ auf. Dabei geht es um die Zusammenschau von Ökologie und Ökonomie. Die HVHS G. Könzgen ist seit Herbst vergangenen Jahres „ÖKOPROFIT“-Betrieb.

Im Anschluss an die Ausstellung „Wasser ist Leben“ ist eine Wechselausstellung zum Thema „Weltreligionen – Weltfrieden – Weltethos“ geplant. Und im Frühsommer soll eine Wechselausstellung zum Thema „Who Cares – Sorgeberufe“ stattfinden. Daran arbeitet bereits Ria Amann, die im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes (Einsatzbereich Kultur und Bildung) den Hauptamtlichen Pädagogischen Mitarbeitern assistiert.

Heimvolkshochschule Gottfried Könzgen KAB/CAJ gem. GmbH

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